Nachdem sich im Jahr 2009 alle CSDs in Norddeutschland dem deutschlandweiten Motto "Wann stehen wir im Artikel 3 des Grundgesetztes?" angeschlossen haben, gehen sie 2010 wieder getrennte Wege und stellen jeder für sich Forderungen zur Gleichberechtigung.
In Kiel fragt man sich, ob das Ende der Fahnenstange schon erreicht ist und bangt um den CSD im nächsten Jahr, in Hamburg will man gleiche Rechte statt Blumen und Lübeck zeigt Homophobie die rote Karte. Rostock fordert dieses Jahr einen freien Kopf für Artikel 3 und Schwerin gibt sich noch geheimnisvoll.
Auch wenn jeder CSD seine eigene Message transportiert, eines haben sie gemeinsam: Sie fordern für Schwule und Lesben gleiche Rechte vor dem Gesetzt und sind weit über die Stadtgrenzen bekannte riesengroße Partys!
Der "Christopher Street Day" hat eine prominente Stellung in der Geschichte der Schwulenbewegung. Am 27. Juni 1969 durchsuchten Beamte das "Stonewall Inn" in der Christopher Street. Dabei wurden mehrere Menschen festgenommen, darunter auch Schwule, Lesben und Drag Queens. Zum ersten Mal in der Geschichte ließen die Beteiligten diese Amtswillkür nicht auf sich sitzen und begannen sich zu wehren.
Dies markiert den offiziellen Anfang der Kämpfe für Gleichstellung und gleiche Rechte. In ganz Amerika und anschließend weltweit verbreitete sich die Kunde der Aufständischen und viele Menschen sympatisierten mit den Verfolgten.
Auch heute kämpfen Schwule und Lesben auf den CSD-Paraden weltweit für mehr Rechte und Gleichstellung. Durch die Kommerzialisierung der Paraden sind schon längst auch heterosexuelle Menschen zu "Mitläufern" geworden und erfreuen sich an den Megapartys in Deutschlands Städten. Auch Großkonzerne und Politiker haben verstanden, wie wichtig es ist auf den Christopher Street Days Flagge zu zeigen.


Neben Reinhold Beckmann und den Geschwistern Pfister, hat nun auch der ...
Geschrieben am 17.11.2011
Das Internetauktionshaus Lauritz.com startet am 19. Oktober eine Wohltätigkeitsauktion...
Geschrieben am 21.09.2011